Was ist Truck-Trial?

Truck-Trial ist eine Kombination aus fahrerischem Können und geschickter Kombination der Fahrregeln.
Hierbei kommt es nicht auf Geschwindigkeit an, sondern darauf, dass die Fahrer ihren schweren Allrad-Lkw gekonnt durch die eng abgesteckten Tore im schwierigen Gelände zirkeln.
Die sechs bis sieben Läufe pro Jahr finden in Steinbrüchen, Kiesgruben und Sandkaulen in Europa statt. Darin sind Steilhänge und anspruchsvoll abgesteckte Parcours in verschiedenen Sektionen zu bewältigen.
Die Lkw werden in verschiedene Klassen eingeteilt. Wir fahren in der „Königsklasse", der Serienklasse für Lkw mit vier und mehr Achsen (S5).
Damit unser Motorsport für Sie noch transparenter wird, haben wir hier die wichtigsten Regeln aus unserem Reglement für Sie zusammengestellt (Auszug; das vollständige Reglement können Sie unter www.europatrucktrial.org nachlesen):
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2. Verhaltens- und Fahrregeln
- 2.3. Sektionen
Eine Sektion gilt als geöffnet, wenn die Absperrbänder von Ein- und Ausfahrttor entfernt sind. Jede geöffnete Sektion wird von einem Kommissar überwacht. Er ist berechtigt, Entscheidungen von Streckenposten zu korrigieren, alle strittigen Fragen zu klären, einen Wettbewerber aus der Sektion oder, bei schweren Verstößen, in Abstimmung mit der Leitung, aus dem Wettbewerb zu nehmen, sowie die Sektion zu schließen, falls der ordnungsgemäße Ablauf nicht gewährleistet ist. In diesem Fall wird die Sektion für diese Klasse mit 0 Punkten bewertet. Für jede Sektion ist pro Team eine Maximalzeit vorgegeben. Nach Überschreiten der Zeit wird für dieses Team die Sektion abgebrochen. Es wird empfohlen im Fahrzeug eine Zeitnahmemöglichkeit zu installieren. Eine Sektion wird geschlossen, wenn der letzte Starter die Sektion verlassen hat und kein Nachstarter startbereit ist. Bei geteilten Fahrzeugklassen wird eine Sektion geschlossen, wenn der in der jeweiligen Startfolge letzte Starter der Halbgruppe die Sektion verlassen hat und kein Nachstarter aus der entsprechenden Halbgruppe startbereit ist.
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6. Ablauf
- 6.1. Ablauf
Eine geöffnete Sektion darf von Fahrern oder Beifahrern nicht mehr Betreten werden, auch nicht bei entstehenden Pausen durch Bergung u.s.w., es sei denn, der Kommissar fordert wegen Hilfeleistung dazu auf. Das zuerst startende Team hat umgehend startbereit zu sein, wenn die Sektion geöffnet wird. Das folgende Team hat startbereit zu sein, wenn der Kommissar - oder ein beauftragter Marshall (beauftragte Person) - das Signal zur Einfahrt erteilt. Falls ein Team ausfällt oder eine Sektion nicht fährt, muss das nachfolgende Team startbereit sein. Wenn ein Team nicht startet, so sind der zuständige Kommissar sowie das nachfolgende Team zu informieren. Ist ein Team nicht startbereit, wird es mit 40 Strafpunkten belegt. Die Liste mit der Bewertung wird von Fahrer oder Beifahrer nach dem Befahren der Sektion gegengezeichnet. - 6.2. Startreihenfolge
Die Startfolge wird aus dem Vorlauf bzw. beim ersten Lauf aus der Meisterschaft des Vorjahres und der Anmeldefolge bestimmt. Beim ersten Lauf der Saison erfolgt der Start nach Startnummern. Bei den weiteren Läufen ergibt sich die Startreihenfolge durch den erzielten Platz im letzten Lauf. Anschließend folgen die Teilnehmer, die den Vorlauf nicht gefahren sind, in Folge der Startnummern. Von Sektion zu Sektion wird gewechselt, das heißt der in der ersten Sektion zuerst Gestartete, startet in der folgenden Sektion als Letzter. Bei Doppelstartern gilt folgende Regelung: Zwischen den Doppelstartern muss ein anderes Fahrzeug in die Startreihenfolge. Im Bedarfsfall wird der zweite Starter um einen Platz nach hinten gesetzt. Befinden sich Doppelstarter auf dem letzten und vorletzten Platz, so wird der erste Starter um einen Platz nach vorne gesetzt. Ein Ausfall von Fahrzeugen führt nicht zu Veränderungen.
Bei verweigern einer ganzen Fahrzeugklasse wird die Startreihenfolge nicht verändert. - 6.3. Nachstart
Nachstart ist grundsätzlich möglich. Wenn jedoch ein Team einer Fahrzeugklasse bis zum Beginn der Fahrerbesprechung am Samstag beim leitenden Kommissar die Möglichkeit des Nachstartens ablehnt, ist in dieser Klasse und für diesen Lauf kein Nachstarten möglich. - 6.4. Verweigern einer Sektion und maximale Punktzahl
Jedes Team hat die Möglichkeit Sektionen zu verweigern. Die Anzahl der Punkte bei Verweigern ist die maximale Punktzahl, die für die entsprechende Klasse in der Sektion möglich ist. Sollten durch das Befahren dieser Sektion für ein Team mehr Punkte anfallen, so werden auch diesem Team nur die maximalen Punkte eingetragen. - 6.5. Streckenführung und Erklärung
Der Fahrer ist für seine Streckenführung verantwortlich Die Marshalls sind nicht berechtigt Auskünfte zu erteilen. Im Falle einer unklaren Streckenführung erteilt nur der Kommissar bei der Streckenbesichtigung Auskunft - jedoch nicht bei geöffneter Sektion.
7. Bewertung
- 7.1. Fahrregeln in der Sektion
Zur Einfahrt muss das Fahrzeug mit der Kontur direkt an der Linie zwischen den Torstangen des Starttores stehen. Der Kommissar oder ein beauftragter Marshall zeigen den Beginn an. Das gesamte Gelände innerhalb der Absperrung darf zum Fahren genutzt werden. Tore dürfen in beliebiger Reihenfolge durchfahren werden, wenn keine Nummerierungen angebracht sind. Die Tore dürfen in Fahrtrichtung sowohl vor- als auch rückwärts durchfahren werden. Die Farbmarkierung muss in Fahrtrichtung links sein.
Jedes Tor gilt als durchfahren, wenn die Kontur des Fahrzeugs das Tor verlassen hat und alle Räder einer Fahrzeugseite und mindestens ein Rad der anderen Fahrzeugseite die Torlinie innerhalb der Torstangen - bei nicht mehr vorhandenen Stangen zählt der Fußpunkt - überquert haben. Ein Tor gilt nur dann als durchfahren, wenn es in der gleichen Fahrrichtung verlassen wird, in der es angefahren wurde.
Nachgezogene Abschleppseile oder am Fahrzeug verhakte Äste etc. werden als Teil des Fahrzeugs betrachtet. Ist ein Fahrzeug in ein Tor eingefahren, bewältigt es aber nicht, darf es das Tor zum nächsten Versuch wieder verlassen (ausgenommen Starttor). Das Verlassen der Sektion nach Aufgabe ergibt keine zusätzlichen Strafpunkte.
Ein zum Schutz der Zuschauer angebrachtes Zusatzband zählt nicht zur Absperrung der Sektion. - 7.2. Strafpunkte
| Punkte | Fehlerbeschreibung | |
| 7.2.1 | 0 | Ohne Fehler |
| 7.2.2 | 1 | Anhalten länger als 15 Sekunden (bis max. 3 Minuten), unabhängig von der anschließenden Fahrtrichtung |
| 7.2.3 | 3 | Fahrtrichtungswechsel durch Fahren, Rollen oder Rutschen über 10 cm. |
| 7.2.4 | 8 | Berühren einer Torstange oder der Absperrung. |
| 7.2.5 | 40 | Torstange umgefahren |
| 7.2.6 | jedes in falscher Richtung durchfahrene Tor | |
| 7.2.7 | jedes zum zweiten Mal in richtiger Richtung durchfahrene Tor | |
| 7.2.8 | jedes durchfahrene Tor einer anderen Klasse | |
| 7.2.9 | Torstange sichtbar brechen | |
| 7.2.10 | berühren von Torstange/Absperrung aus dem Fahrerhaus heraus | |
| 7.2.11 | nicht startbereit | |
| 7.2.12 | 80 | jedes nicht durchfahrene Tor |
| 7.2.13 | 40 + 80 x |
Anzahl der nicht durchfahrenen Tore bei: |
| 7.2.14 | Verweigern | |
| 7.2.15 | länger als 3 min. stehen | |
| 7.2.16 | mehr als 6 Fahrtrichtungswechsel zwischen zwei Toren | |
| 7.2.17 | Befahren einer Sektion ohne angelegten Gurt / aufgesetzten Helm | |
| 7.2.18 | Ablegen von Sicherheitsgurten, Öffnen oder Ablegen des Helms | |
| 7.2.19 | Aufgabe in der Sektion | |
| 7.2.20 | Absperrband zerreißen | |
| 7.2.21 | Verlassen der Sektion | |
| 7.2.22 | Abbruch nach überschreiten der Maximalzeit | |
| 7.2.23 | Absperrstange umgefahren | |
| 7.2.24 | Absperrstange brechen |
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